{"id":1077,"date":"2022-06-01T06:05:26","date_gmt":"2022-06-01T04:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1077"},"modified":"2022-06-01T07:34:03","modified_gmt":"2022-06-01T05:34:03","slug":"cd-des-monats-juni-2022-michael-romeo-war-of-the-worlds-part-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1077","title":{"rendered":"CD des Monats Juni 2022: Michael Romeo &#8211; War Of The Worlds Part 2"},"content":{"rendered":"<p>Wie im Vormonat bereits angek\u00fcndigt, kommt es hier zur fettesten Hochzeit des Jahres. Prinzessin Doppelwopper k\u00fcsst Big Mac Putin w\u00e4re ein Dreck dagegen. Statt Hochzeit nennt man das heute Crossover und tats\u00e4chlich trifft hier klassische Musik auf puren Metal. Die besten Momente sind f\u00fcr mich, wenn der Metal und die Klassik zeitgleich ablaufen.<\/p>\n<p>Schon die Vorg\u00e4ngerscheibe Part 1 wusste zu gefallen, ist aber im Vergleich zu Part 2 hoffnungslos unterlegen. Am Mikro hat sich Michael Romeo in Part 2 Dino Jelusick geschnappt. Der soll k\u00fcnftig die neuen Whitesnake &#8211; Scheiben betr\u00e4llern und klingt auch genau so. Und der Dino kann nicht nur wie der Coverdale singen, er hat auch sanfte Growls im Programm. Und wer jetzt den Namen Michael Romeo nicht einsortieren kann, das ist der Saitenhexer von Symphony X.<\/p>\n<p>Keith Emerson h\u00e4tte jedenfalls seinen Spass an diesem Werk gehabt und vielleicht h\u00e4tte seine Band diese Hochzeit, mit dem viel zu fr\u00fch verstorbenen Jimi Hendrix, schon eher umgesetzt.<\/p>\n<p>Anspieltipps werden dem Album nicht gerecht, das in seiner Gesamtheit besticht. In jedem Durchlauf wechselt der Favorit. Am radiotauglichsten ist wohl Just Before The Dawn, in dem Dino noch mehr als sonst nach Coverdale klingt. Deshalb sollten die weniger Harten mit diesem Song starten und, wenn diese Powerballade Lust auf mehr macht, dann mal los mit dem Rest.<\/p>\n<p>Hybrids haut m\u00e4chtig rein. Gerade mein Favorit, aber sicher nicht f\u00fcr lange.<\/p>\n<p>In Destroyer kommen sogar zus\u00e4tzlich asiatische Kl\u00e4nge zum Einsatz.<\/p>\n<p>In den reinrassigen, klassischen Songs, besonders bei Mothership, in dem die Zylonen mit dem Terminator um die Wette fliegen, blasen dir die Lautsprecher orkanartig die Haare aus dem Gesicht. Level 10 versteht sich von selbst.<\/p>\n<p>Am verschachtelsten ist Maschinenmensch. Und hier gibt es wieder einen &#8222;Mr. Prognrock&#8220; auf Lebenszeit zu gewinnen. Aber nicht schummeln. Schlie\u00df die Augen und h\u00f6r dreimal ab Minute 6:10 bis 7:30&#8230;&#8230;&#8230;nicht mogeln&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Egal, ob das geklaut ist, oder nicht, das ist von den Prog-G\u00f6ttern, U.K.&#8217;s erster Scheibe. Aber wer U.K. mag, der ist schon fast mein Freund.<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnen m\u00f6chte ich noch den zweiten Bonustrack Alien Death Ray. Bonustracks sind oft F\u00fcller und f\u00fcr den Abfalleimer. Alien Death Ray hingegen ist f\u00fcr mich der beste Bonustrack aller Zeiten. Carl Orff l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. Wer ist Carl Orff? Stell niemals diese Frage. Es gibt n\u00e4mlich doch bl\u00f6de Fragen, auch wenn die Gutmenschen das bestreiten.<\/p>\n<p>Innovation 20, Instrumentierung 20, Songideen 20, Schlagzeug 20, Leadgitarre 20, Bass 20, Keyboard 20, Gesang 19. Entschuldigung Dino! Alles richtig gemacht, Michael. 20 fette Punkte gebe ich selten, aber das musste jetzt einfach sein.<\/p>\n<p>Und was gab es noch die letzten Wochen?<\/p>\n<p>Eine neue Thunder, die etwas rockiger als normal ausf\u00e4llt. Free lassen gr\u00fc\u00dfen. 13 Punkte.<\/p>\n<p>Die Black Metal Helden von Watain haben einen neuen Output und sahnen damit fast \u00fcberall erste Pl\u00e4tze ab. Aber Black Metal ist halt Black Metal. Immerhin finde ich mit We Remain einen gef\u00e4lligen Song, der wohl so etwas wie eine Ballade sein soll. Der Rest gef\u00e4llt anderen. 9 Punkte.<\/p>\n<p>Dorothy hat auch eine interessante Scheibe rausgebracht. Ihr kennt alle &#8222;I Love Rock&#8217;n&#8216; Roll&#8230;&#8230;&#8230; so put another dime in the jukebox baby&#8220;? Also, 11 \u00e4hnliche Songs zum abrocken, leider etwas austauschbar. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Die Norweger Audrey Horne gl\u00e4nzen mit Devil&#8217;s Bell und kn\u00fcpfen damit an alte St\u00e4rken zu Le Fol-Zeiten an. Anspieltipp Ashes to Ashes. True Metal! 15 Punkte.<\/p>\n<p>Skull Fist mit Paid in Full ist etwas kurz geraten. Aber die Songs haben bereits in den ersten Sekunden das gewisse etwas. Besonders Crush Kill Destroy mit seiner virtuosen Doublebass-Attacke wei\u00df da zu gefallen. Powermetal und 15 Punkte.<\/p>\n<p>Auch uns UDO hat eine neue Scheibe am Start. Und da meine ich weder den Lindenberger noch den J\u00fcrgens, nein, ich meine den, der den Stahl schmiedet. Wer den UDO mag <strong>und<\/strong> diese Coversongs <strong>nicht<\/strong> kennt, der hat das gro\u00dfe Los gezogen. Problem: Diese Coversongs kennt jeder und mit dem gro\u00dfen Los wird es dann nichts. Seine besten Momente hat die Scheibe, wenn der UDO den Songs einen neuen Anstrich verpasst. Das gelingt bei Paint it Black von den Stones und bei We will rock you von den Queen. Bei anderen geht das eher daneben oder braucht irgendwer ein T.N.T. mit Udos Stimme? Oder einen Faith Healer? 12 wohlwollende Punkte.<\/p>\n<p>Auch James Labrie hat eine Soloscheibe rausgebracht. James Labrie? Das ist der S\u00e4nger von Dream Theater und leider tr\u00e4llert er v\u00f6llig belanglose Lieder. Klingt irgendwie nach Styx, aber weniger Renegade eher Babe. S\u00fc\u00df schmalzig. Oh, da kommt ja doch ein guter Song, ach nein, das ist der erste Song der n\u00e4chsten Scheibe. 7 Punkte.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Scheibe auf der Spotify Playlist kommt vom guten, alten Michael Schenker, von der MSG. Wer die Scorpions mag, der mag auch deren ehemaligen Saitenflitzer. Die Scheibe ist unerwartet gut, sch\u00f6n gitarrenlastig, aber einen Innovationspreis gibt es daf\u00fcr nicht, auch wenn die wechselnden S\u00e4nger eine gute Idee sind. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df und let&#8217;s rock. R\u00fcdiger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie im Vormonat bereits angek\u00fcndigt, kommt es hier zur fettesten Hochzeit des Jahres. Prinzessin Doppelwopper k\u00fcsst Big Mac Putin w\u00e4re ein Dreck dagegen. Statt Hochzeit nennt man das heute Crossover und tats\u00e4chlich trifft hier klassische Musik auf puren Metal. 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