{"id":1152,"date":"2022-08-01T05:50:41","date_gmt":"2022-08-01T03:50:41","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1152"},"modified":"2022-08-01T06:39:38","modified_gmt":"2022-08-01T04:39:38","slug":"cd-des-monats-august-2022-oddland-vermilion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1152","title":{"rendered":"CD des Monats August 2022: Oddland-Vermilion"},"content":{"rendered":"<p>Diesmal sind es keine Schweden, nein, es sind Finnen, die gewinnen. Da sage einer, ich k\u00f6nne nicht dichten.<\/p>\n<p>Bereits im M\u00e4rz 2022 ver\u00f6ffentlicht, ist das erst jetzt bei mir eingetrudelt. Prog-Metal f\u00fcr all die, die Greg Lake\/John Wetton m\u00f6gen. Zumindest in den klaren Lagen klingt der S\u00e4nger so.<\/p>\n<p>Die dritte Scheibe in zehn Jahren klingt nicht nach der totalen Produktivit\u00e4t, aber schlie\u00dflich z\u00e4hlt Qualit\u00e4t und nicht der st\u00e4ndige Auswurf von endlosen Wiederholungen. Bereits das Debut The Treachery of Senses war klasse, der Nachfolger Origin nicht ganz so gut, aber Vermilion ist aus meiner Sicht der gro\u00dfe Wurf.<\/p>\n<p>Oddland packen einen Klangteppich aus, der seinesgleichen sucht. Der instrumentale Opener begeistert mit wundersch\u00f6nen Pianoeinlagen, ehe in Below der Metal ausgepackt wird. Dabei scheuen Oddland auch nicht vor asiatischen Kl\u00e4ngen zur\u00fcck. Der S\u00e4nger soll nach Greg Lake klingen? Abwarten.<\/p>\n<p>Wie es beim Prog sein soll, vermisst man den typischen Songaufbau. Es gibt kein Blablabla Refrain, blablabla Refrain, Gitarrensolo, blablabla Refrain. Praktisch wei\u00df man hier nie, wohin der Zug in ein paar Sekunden f\u00e4hrt. In Emancipator ist es dann soweit, der Gesang ist absolut edel. King Crimson-Fans werden mich steinigen, aber so, und nur so, sollte King Crimson heute klingen.<\/p>\n<p>Unity schlie\u00dft die Scheibe ab. Die Gitarrenarbeit am Anfang ist wieder allererste Sahne. Es sind die Frickeleien zwischen den Zeilen, die erst nach dem zweiten oder dritten Durchgang wirklich auffallen. Famos.<\/p>\n<p>Vermilion ist keine Scheibe zum nebenbei h\u00f6ren. Vermilion verlangt absolute Konzentration. Wer bereit ist, das zu geben, der wird mit einer der besten Prog-Scheiben des Jahres 2022 belohnt. 18 von 20 Punkten.<\/p>\n<p>Und was gab es noch?<\/p>\n<p>Porcupine Tree hat mit Closure\/Continuation einen neuen Output. Aber, wie meistens, ist Porcupine Tree ma\u00dflos \u00fcberbewertet. Ja, wenn jeder Song die Qualit\u00e4t von Chimeras Wreck h\u00e4tte, dann w\u00e4re die Begeisterung mancher Kritiker verst\u00e4ndlich. So sind das aber nur 12 Punkte.<\/p>\n<p>Noch langweiliger geht es auf der neuen Journey zu, die sich Freedom nennt. Die hat weder das Niveau von der Escape, noch von der Frontiers, noch nicht einmal von der Infinity. Belanglose Songs, die aber durchaus nach Journey klingen. Fans mag das begl\u00fccken. 10 Punkte. Knapp!<\/p>\n<p>Auch das Urgestein Arthur Brown hat eine neue Scheibe ver\u00f6ffentlicht. Leider fehlt mir Vincent Crane (Atomic Rooster), um das Niveau der Faster than the speed of light zu erreichen. Aber man f\u00fchlt deutlich den Siebziger-Flair. I like games ist richtig klasse. 13 Punkte.<\/p>\n<p>Coheed &amp; Cambria haben auch eine neue Scheibe. W\u00e4hrend die meisten Kritiker begeistert sind, h\u00e4lt sich meine Begeisterung in Grenzen. Der Sound wiederholt sich. Comatose ist ganz gut gelungen. 11 Punkte.<\/p>\n<p>Und auch der gute Jorn hat eine neue Scheibe. In the dirt gef\u00e4llt mir ganz gut, ansonsten Massenware. 11 Punkte.<\/p>\n<p>Traitor-Exiled to the surface schneidet in Tests ebenfalls gut ab. Das ist Trash und Trash hat es bei mir schwer. 8 Punkte.<\/p>\n<p>Die neue Mantar ist da auch nicht besser. Als Testsieger anderswo geadelt, ist mir das zu l\u00e4rmig. Der Gesang, b\u00f6se Menschen k\u00f6nnten das auch als Gekeife bezeichnen, ist nicht meins. Der Mangel an Melodien tut sein \u00fcbriges. 8 Punkte.<\/p>\n<p>Die neue Sinner, die auf den Namen Brotherhood h\u00f6rt, rockt sch\u00f6n durchschnittlich daher. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Zum Abschluss noch Goldsmith von den ehemaligen Blackend. Herr Goldschmitt hat sich nun umgetauft. Und das hat diesem Werk sichtlich gut getan. W\u00e4hrend Blackend nie so wirklich meins war, rockt diese Scheibe. Das klingt f\u00fcr mich nach einer Melange von sp\u00e4ten Metallica und Mustasch. H\u00f6renswert mit 14 Punkten.<\/p>\n<p>\ud83d\ude42 R\u00fcdiger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesmal sind es keine Schweden, nein, es sind Finnen, die gewinnen. Da sage einer, ich k\u00f6nne nicht dichten. Bereits im M\u00e4rz 2022 ver\u00f6ffentlicht, ist das erst jetzt bei mir eingetrudelt. Prog-Metal f\u00fcr all die, die Greg Lake\/John Wetton m\u00f6gen. Zumindest in den klaren Lagen klingt der S\u00e4nger so. 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