{"id":1254,"date":"2022-10-01T05:52:42","date_gmt":"2022-10-01T03:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1254"},"modified":"2022-10-01T06:18:34","modified_gmt":"2022-10-01T04:18:34","slug":"cd-des-monats-oktober-2022-parkway-drive-darker-still","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1254","title":{"rendered":"CD des Monats Oktober 2022: Parkway Drive-Darker Still"},"content":{"rendered":"<p>Eine wahre Masse an Neuerscheinungen hat letzten Monat die Zeit verk\u00fcrzt. Neben all dem Systemdreck, den uns die \u00f6ffentlichen Sender kredenzen, gibt es also doch auch gute Nachrichten.<\/p>\n<p>Parkway Drive- CD des Monats? Bin ich des Wahnsinns kesse Beute? Old school-Parkway Drive Fans werden an dem Album keine besondere Freude haben. Aber daf\u00fcr k\u00f6nnte es jede Menge neue Fans geben. Was sich schon mit dem letzten Album ank\u00fcndigte, wird hier konsequent fortgesetzt. Der alte Metalcore ist nicht komplett verschwunden, aber die feine Dosierung macht den Unterschied.<\/p>\n<p>Bislang war Parkway Drive weder in unserer Topalbenliste noch in der Topsongliste vertreten, obwohl Prey schon ein Klassesong ist. Darker Still hat jetzt den Sprung in die Topsongliste und in die Topalbenliste geschafft. Was f\u00fcr eine Powerballade. Metallica wird der sicher gefallen. Mir auch, auch wenn ich mich zunehmend als Softie oute. Die anderen Songs auf der Scheibe sind dann eher im Prey-Style. The greatest Fear hat sogar Holy Diver Anleihen im Riff. Der Refrain von If a God can bleed ist wunderbar geeignet f\u00fcr ein Schunkeln im Stadion. Wer&#8217;s mag. Aber ansonsten gehen Parkway Drive schon zur Sache; als Querverweis w\u00fcrde ich auf Disturbed verweisen.<\/p>\n<p>Fazit: Allein f\u00fcr den Mut, bereits ausgetretene Pfade zu verlassen, und sich selbst neu zu erfinden, geb\u00fchrt nicht nur Respekt, sondern auch der verdiente Sieg in diesem Soundcheckmonat.\u00a0 16 Punkte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber dieser Sieg war durchaus knapp wie die folgenden Noten beweisen:<\/p>\n<p>Clutch-Sunrise on Slaughter Beach: Clutch-Scheiben haben alle gemein, dass sie ausnahmslos gut sind. Die bewegen sich allesamt zwischen 10 und 14 Punkten. Und hier haben wir einen nach meinem Geschmack besseren Output vor uns. Mountain of Bone gef\u00e4llt mir besonders gut. Und in Mercy Black klingt der S\u00e4nger tats\u00e4chlich nach Klaus Lage. Lustig, oder? 14 Punkte f\u00fcr diesen Stoner Rock.<\/p>\n<p>Ozzy-Patient Number 9: Am 1.11.1975 gastierte Ozzy mit Black Sabbath in der Ebert-Halle in Ludwigshafen. Da stand der Ozzman voll im Saft; ich \u00fcbrigens mit meinen 15 Lenzen auch. 14 M\u00e4rker kostete der Spass -umgerechnet 7 Euro der heutigen Drecksw\u00e4hrung- aber uns geht es ja allen besser.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1977 verlie\u00df Ozzy die Band und produzierte bislang 13 Outputs, ohne die Klasse der Sabbath Scheiben jemals zu erreichen. Zugegeben, in unserer Topalbenliste tummeln sich drei Scheiben, aber die sind doch schon betagt. In den letzten Jahren war der Ozzy eher mittelm\u00e4\u00dfig. Die neue Scheibe m\u00f6chte an vergangene Zeiten ankn\u00fcpfen und das gelingt ihr auch. Anders als Michael Schenker, der die S\u00e4nger wechselt, wechselt Ozzy nun die Gitarristen, was mir abwechslungsreich erscheint. Neben Jeff Beck geben sich Eric Clapton, Tony Iommi und auch der wilde Zakk die Ehre. Besonders One of those Days mit Slowhand Clapton hat es mir angetan. Das ist Slowhands bester Song seit Cream. In Tony Iommis &#8222;No escape from now&#8220; h\u00f6re ich den Hall aus l\u00e4ngst vergangenen Sabbath-Zeiten. Planet Caravan l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. Und irgendwo gibt es auch eine Mundharmonika, die an &#8222;The Wizard&#8220; erinnert. Im Song Patient Number 9 zeigt Jeff Beck, dass er doch noch rocken kann. Insgesamt macht diese Scheibe einfach Spass. 15 Punkte.<\/p>\n<p>Talas-1985: 1985 war ein gutes Jahr. Die Songs auf dieser Scheibe stammen \u00fcberwiegend aus dieser Zeit. Doch vor der Ver\u00f6ffentlichung trennte man sich und beschloss erst vor kurzem, das Material doch noch zu ver\u00f6ffentlichen. 80 er True Metal ohne Schn\u00f6rkel. Vielleicht, wen wundert es, etwas aus der Zeit gefallen. Aber 13 Punkte ist mir das schon wert. \u00dcbrigens spielt hier Ausnahmebassist Billy Sheehan, den wir von Mr. Big und David Lee Roth kennen.<\/p>\n<p>Kings of Mercia-2022: Erinnern mich an harte Kansas, was der Steve Walsh Stimme geschuldet ist. Manchmal klingt der S\u00e4nger auch nach Paul Rodgers (Free, Bad Company). Vom Sound her geht das in Richtung Giant und Damn Yankees. Was hat sich Jim Matheos nur dabei gedacht? Die zweite Fates Warning-Entt\u00e4uschung in einem Monat. Melodicrockern, die bei Bon Jovi am Rad drehen, k\u00f6nnte das gefallen. Anspieltipp Humankind. 10 Punkte.<\/p>\n<p>Flogging Molly-Anthem: Mehr Spass geht nicht! Hast du schlechte Laune, dann gen\u00fcgt meist Devil&#8217;s Dancefloor, um diese zu vertreiben. Und genau in diese Kerbe haut das neue Album. Mehr Irland geht nicht. Am besten ein Konzert in einem versifften Club in Dublin buchen, wenn es sowas noch gibt. Die guten, alten Zeiten. Irish Fun Folkrock vom Feinsten. Fidel, E-Gitarre und Hymnen. Eine perfekte Mischung. Und zum verschnaufen mit No Last Goodbyes auch die \u00fcbliche Ballade, die die Fans zum Hochhalten der Smartphones animiert. 15 Punkte. Anspieltipps? Klick dich einfach irgendwo auf der Scheibe ein. 15 Punkte.<\/p>\n<p>Sonja-Loud Arriver: melodischer True Metal mit nach meinem Geschmack etwas zu flachen, halligen Vox. Die Songs sind aber in sich stimmig und erinnern mich manchmal an Blue Oyster Cult, was wohl dem Songwriting geschuldet ist. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Megadeth-The Sick, the Dying&#8230;.and the Dead! Mega-Dave haut hier ein Ding raus, das ihm nach meiner Ansicht niemand seiner doch gro\u00dfen Fangemeinde noch zugetraut h\u00e4tte und das nach dieser schweren Krankheit. Das ist die beste Scheibe seit der glorreichen Countdown to Extinction. Wer Mega-Dave bislang mochte, kann bedenkenlos zugreifen; f\u00fcr alle anderen gilt das Gegenteil. Es ist und bleibt Trash, wenn auch mit poppigen Z\u00fcgen in der B-Note. Neben dem Opener empfehle ich This Planet&#8217;s on Fire mit Sammy Hagar und We&#8217;ll be back als H\u00f6hepunkte. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Mad Max-2022: Mad Max hatten ihre gro\u00dfe Zeit in den Achtzigern. Das Night of Passion Album aus 1988 werden die M\u00fcnsterraner wohl nicht toppen k\u00f6nnen, aber sie liefern hier einmal mehr ein Hardrock-Album ab, an dem es kaum etwas zu meckern gibt. Days of Passion erinnert an Topsong Burning the Stage und ist mein Anspieltipp. Innovativ ist es halt nicht. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Blind Guardian-The God Machine ist klasse &#8211; wie immer. 5 Scheiben sind in unserer Topalbenliste, das sagt wohl alles. Und auch diese Scheibe kann das noch schaffen. Der krachende Opener Deliver us from evil wird gefolgt von anderem Bombast-Metal. Am besten gef\u00e4llt mir Life beyond the Spheres. Und nat\u00fcrlich die Ballade Let it be no more. Wir Metalheads sind schon ein merkw\u00fcrdiges V\u00f6lkchen. Vielen gef\u00e4llt nur ein Genre, aber der kleinste gemeinsame Nenner von uns allen ist Blind Guardian. Blind Guardian ist hart genug f\u00fcr die ganz Harten und weich genug f\u00fcr die Softies. Und nat\u00fcrlich super: Hansi K\u00fcrsch und seine Ch\u00f6re. Diese unverwechselbare Stimme thront \u00fcber allem. 15 Punkte.<\/p>\n<p>King&#8217;s X-Three Sides of One: 14 Jahre sp\u00e4ter. Solange war von King&#8217;s X nichts Neues mehr zu h\u00f6ren. Und abwechslungsreich ist die Neue geworden. Nur ist abwechslungsreich nicht immer gut. \u00dcberwiegend k\u00f6nnen King&#8217;s X Fans aber zufrieden sein. Selbst die Beatles klingen hin und wieder mal durch. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Trial (swe)-Feed the Fire: Schweden-Powermetal. Das ist sicher nicht schlecht, aber 10 Sekunden nach Verklingen des letzten Tons, habe ich die komplette Scheibe vergessen. Da ist nichts mehr da und, wenn mir einer nochmals einen dieser Songs vorspielt, dann h\u00f6re ich den gef\u00fchlt zum ersten Mal. Aber nett. 10 Punkte.<\/p>\n<p>King Buffalo-Regenerator: Locker relaxter Stoner. Abschluss einer anfangs depressiven Trilogie, die hier hoffnungsvoll, optimistisch abschlie\u00dft. Fette 15 Punkte.<\/p>\n<p>Lacrimas Profundere-How to shroud yourself with Night: Lacrimas kann das besser! Ich kann sogar sehr gute Songs benennen, die in Spotify noch nicht einmal in den top ten von dieser Band stehen: My sweet little darkness, the worship of counting down, a pearl und Again it&#8217;s over gefallen mir top. Aber der neue Output kann mich nicht \u00fcberzeugen. Mit Death-Growls kann ich selten etwas anfangen. Es sind einfach die Songs, die bei mir nicht z\u00fcnden. Wer Dark Metal in Richtung Paradise Lost mag und auch Death-Growls gegen\u00fcber nicht abgeneigt ist, kann da reinh\u00f6ren. 10 Punkte.<\/p>\n<p>Viel Spass R\u00fcdiger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine wahre Masse an Neuerscheinungen hat letzten Monat die Zeit verk\u00fcrzt. Neben all dem Systemdreck, den uns die \u00f6ffentlichen Sender kredenzen, gibt es also doch auch gute Nachrichten. Parkway Drive- CD des Monats? Bin ich des Wahnsinns kesse Beute? Old school-Parkway Drive Fans werden an dem Album keine besondere Freude haben. 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