{"id":1347,"date":"2023-01-01T14:16:01","date_gmt":"2023-01-01T13:16:01","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1347"},"modified":"2023-01-01T14:16:01","modified_gmt":"2023-01-01T13:16:01","slug":"cd-des-monats-januar-2023-elder-innate-passage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1347","title":{"rendered":"CD des Monats Januar 2023: Elder &#8211; Innate Passage"},"content":{"rendered":"<p>Die meisten Yes-Klone klingen mehr nach Roundabout als nach Gates of Delirium. Das kann man von Elder nicht behaupten. Die traumhaften Melodien sind auch hier vorhanden. Aber die Wildheit eben auch. Die Reflections of a floating World aus 2017 bleibt zwar unerreicht, aber man ist nah dran. Und wer es melodischer mag, wird hier sogar besser bedient. Die &#8222;Reflections&#8220; war h\u00e4rter, wilder und vor allem stoner. Bei der neuen Scheibe muss man auf die Explosionen warten, was nicht hei\u00dft, dass sie nicht kommen. Die Scheibe beinhaltet zu 70 % Yes, was auch beim Gesang auff\u00e4llt (armer Pepper). Die anderen 30 % w\u00fcrde ich bei Dream Theater oder auch, in den ruhigen Phasen, bei Riverside verorten.<\/p>\n<p>Die Songs haben alle eine L\u00e4nge von etwa 10 Minuten und Merged in Dreams kratzt sogar an der 15 Minutenmarke. Das zeigt schon, wohin die Reise geht. Prog und Psychedelic verlangen direkt nach dem Rauch, mit dem die Welt bunter wird. Und bei all dem Gequatsche unserer F\u00fchrer, welches diese graue Welt nur noch grauer erscheinen l\u00e4sst, sehnen wir uns gerade nach bunten Lichtblicken wie Elder. Zumindest wir Progger.<\/p>\n<p>Die einen m\u00f6gen das als retro bezeichnen, die anderen als Vintage, aber letztendlich stehen diese Begriffe nur f\u00fcr &#8222;fr\u00fcher war alles besser&#8220;, was zumindest f\u00fcr Backwaren und Musik zutrifft. 15 fette Punkte und damit Topalbumanw\u00e4rter. Warum nur 15? Mir fehlt es vor allem an Wiedererkennungsmerkmalen. Das hat zwar den Vorteil, dass man gef\u00fchlt auch nach dem f\u00fcnften H\u00f6ren meint, dass man das noch nie geh\u00f6rt hat. Aber h\u00f6rt vergleichsweise Gates of Delirium, Awaken oder Close to the Edge. Diese Songs brennen sich schon nach dem ersten H\u00f6ren in den Hirnkasten.<\/p>\n<p>Und was gab es noch die letzten Wochen?<\/p>\n<p>Lee Aaron mit Elevate \u00fcberrascht mit dem Song Spitfire Woman. Mehr Songs davon bitte. Ansonsten alles aber wie gewohnt im rockigen Bereich. Wegen der &#8222;Giftspritze&#8220; 12 Punkte.<\/p>\n<p>Leather (Leone), Chastain-S\u00e4ngerin, mit We are the Chosen ist astreiner Metal mit einer Rockr\u00f6hre wie bei Sanhedrin. Vielleicht sollte man besser schreiben, Sanhedrin hat eine Rockr\u00f6hre wie Leather Leone. Schn\u00f6rkelloser Metal, da geht die Post ab. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Autograph haben mit Beyond auch eine neue Scheibe am Start. Das One-Hit-Wonder hatte mit Turn up the Radio einen Riesenhit, das es sogar in unsere Topsongliste geschafft hat. Aber irgendwie ist das alles Material, das ich schon tausendmal geh\u00f6rt habe. Bei weitem nicht schlecht, aber vorhersehbarer Hardrock a la Def Leppard. 10 Punkte.<\/p>\n<p>Crashdiet-Automaton ist f\u00fcr mich krachender Stadion-Metal. Was f\u00fcr Hymnen. Anspieltipp ist Shine On. In unserer Topsongliste ist Thrill Me enthalten. Wer da nicht zuckt ist selber schuld. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Steelwings mit Still Rising spielen melodischen Metal und klingen dabei wie Saxon. Sogar der S\u00e4nger klingt so. Anspieltipp: Break of day. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Wolfskull-Ave Goddess hat den Soundcheck im Metal Hammer gewonnen. Immerhin! Traditioneller Metal trifft den S\u00e4nger von The Cult oder auch Him. Aber je l\u00e4nger die Scheibe l\u00e4uft, desto mehr entsteht Langeweile. Anspieltipp: Nocturnal Blue. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Ach ja, und die Irish-Folkrocker von Fiddler&#8217;s Green haben, passend zur Jahreszeit, eine Scheibe mit Weihnachtsliedern rausgebracht. Erw\u00e4hnenswert ist da nur White Christmas, der Rest ist eher zum einschlafen. 10 Punkte.<\/p>\n<p>Auch Pretty Reckless haben mit Other Worlds eine neue Scheibe. Manche m\u00f6gen behaupten, dass das innovativ ist. F\u00fcr mich ist das pure Langeweile. Stell dir eine Scorpions Scheibe vor -die Klasse der Scorpions haben Pretty Reckless nat\u00fcrlich nicht- voll mit Balladen. Allein der Gedanke begeistert dich? Dann h\u00f6r mal rein. 8 Punkte.<\/p>\n<p>Zum Abschluss doch noch ein Schmankerl, zumindest auf dem Papier. Vinnie Moore haut mit Double Exposure ein weiteres Solowerk raus, nachdem sein Hauptarbeitgeber UFO in Rente gegangen ist. Dieser geniale Gitarrist hatte 1986 mit Mind&#8217;s Eye die Welt, besonders mich, erfreut. Fans von Scheiben ohne Gesang werden damit ihre Freude haben. Mit der neuen Scheibe versucht Vinnie den Inhalt von zwei Schubladen in einer unterzubringen. Das Problem dabei ist, dass der Inhalt nicht in eine Schublade reinpasst. Die erste H\u00e4lfte der Songs mit Gesang klingt etwas nach Leslie West. In der zweiten H\u00e4lfte ohne Gesang zeigt Vinnie sein ganzes K\u00f6nnen an den Saiten. Leider haut mich das Songmaterial nicht vom Hocker. Weniger w\u00e4re mehr gewesen, soll hei\u00dfen, lieber eine komplett instrumentelle Scheibe und eine separate Scheibe mit bluesigen Hardrocksongs. Aber trotzdem: 13 Punkte.<\/p>\n<p>Happy new year! R\u00fcdiger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Yes-Klone klingen mehr nach Roundabout als nach Gates of Delirium. Das kann man von Elder nicht behaupten. Die traumhaften Melodien sind auch hier vorhanden. Aber die Wildheit eben auch. Die Reflections of a floating World aus 2017 bleibt zwar unerreicht, aber man ist nah dran. Und wer es melodischer mag, wird hier sogar&hellip; <a href=\"https:\/\/prognrock.de\/?p=1347\" class=\"read-more\">Continue reading CD des Monats Januar 2023: Elder &#8211; Innate Passage<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-1347","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cd-des-monats"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1347"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1347\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1353,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1347\/revisions\/1353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}