{"id":1482,"date":"2023-05-01T08:01:54","date_gmt":"2023-05-01T06:01:54","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1482"},"modified":"2023-05-01T08:01:54","modified_gmt":"2023-05-01T06:01:54","slug":"cd-des-monats-mai-2023-ricochet-kazakhstan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=1482","title":{"rendered":"CD des Monats Mai 2023 Ricochet-Kazakhstan"},"content":{"rendered":"<p>Eine deutsche Band! Und die zeigt dem Rest der Progwelt, wo der Baddel den Moscht holt. Ein kleiner Mangel vorab: Auch wenn Michael Keuter ein Ausnahmes\u00e4nger ist, h\u00e4tte ich ihn an manchen Stellen ein bisschen heruntergemischt, damit die Instrumente besser zur Geltung kommen. Michael Keuter soll fr\u00fcher Shouter bei einer Uriah Heep &#8211; Coverband gewesen sein. Und genauso klingt das; wie Uriah Heep auf Speed.<\/p>\n<p>Ansonsten gibt es kaum was zu meckern. Sch\u00f6ne, fette Riffs, wie in Waiting for the Storm, lassen die Luftgitarre von Anfang an gl\u00fchen. Was f\u00fcr ein Druck, kompositorisch gro\u00dfartig, mit wunderbaren Keyboardeinlagen und einem Schlagzeug, das seinen Namen verdient hat.<\/p>\n<p>Sieben der neun Songs haben eine L\u00e4nge von \u00fcber 6 Minuten; f\u00fcr manche vielleicht zu anstrengend, f\u00fcr uns Progger eben nicht. Die ersten 30 Sekunden von\u00a0 The Custodians zeigen die Marschrichtung; was f\u00fcr ein Riff. Das klingt so einfach. King of Tales ist fast massenkompatibel mit einer sch\u00f6nen, harten Melodie. Farewell mit seinen fast 10 Minuten ist virtuos und verschachtelt, die epische Hymne des Albums.<\/p>\n<p>Kazakhstan mit seinen 7 Minuten beginnt orientalisch, bevor ein fettes Riff Geschwindigkeit aufnimmt. In der Folge \u00fcbernimmt der Keyboarder die F\u00fchrung. Wenn Keith Emerson das h\u00e4tte erleben d\u00fcrfen, w\u00e4re er sicher begeistert gewesen.\u00a0 Und so, oder so \u00e4hnlich, k\u00f6nnte man das bei jedem Song schreiben. Eine Ausnahme ist da Interception, die Ballade. Diese Ballade ist so schmalzig, dass man die besser bei Helene Fischer platziert h\u00e4tte. Die Keyboards sind noch dazu so uninspiriert, dass man kaum glauben kann, dass das dieselbe Band ist, die gleich danach Waiting for the Storm intoniert.<\/p>\n<p>Aber zu den harten Sachen f\u00e4llt mir keine Band ein, die hier vergleichbar w\u00e4re. Dream Theater vielleicht oder Queensryche in guten Tagen. Oder gar die Programmed von Lethal, ein v\u00f6llig untersch\u00e4tztes Meisterwerk, das selbst wir in unserer Topalbenliste bislang vergessen haben. Und trotz dieser prominenten Namen, macht die Stimme von Michael Keuter den Unterschied. Ich traue mir zu, dass ich jeden Song von Ricochet -auch wenn ich den noch nie geh\u00f6rt h\u00e4tte- relativ schnell zuordnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ich gebe ganz ungern schon nach zwei oder auch drei Durchl\u00e4ufen die H\u00f6chstpunktzahl. Oft tritt nach \u00f6fterem H\u00f6ren eine gewisse Langeweile ein. Lassen wir es heute bei 15 von 20 Punkten. Immerhin Topalbumanw\u00e4rter! \ud83d\ude42 R\u00fcdiger. Der Pepper ist da meiner Meinung.<\/p>\n<p>Und was gab es noch:<\/p>\n<p>Night Demon-Outsider: Heavy Metal ohne Schn\u00f6rkel. Wer mit Hardcore Superstar kann, m\u00fcsste auch hier gl\u00fccklich werden. 13 Punkte<\/p>\n<p>Saxon- More Inspirations: Saxon ist sowas wie eine Institution. Die ersten Scheiben fanden bei mir weniger Gefallen. Erst ab 1995 haben Scheiben wie Metalhead oder Dogs of War meinen Plattenteller h\u00e4ufiger gesehen. Schon 2021 haben Saxon eine Coverscheibe namens Inspirations rausgebracht und das Wort &#8222;more&#8220; signalisiert wohl, dass dort weitergemacht wird, wo man damals aufh\u00f6rte. Aber die Songs kommen alle relativ uninspiriert daher. Was macht der gute Biff falsch? Es fehlt die Power, was vielleicht auch einem grippalen Infekt geschuldet war. Aber grippaler Infekt hin oder her, dann wartet man, bis wieder alles heile ist. Einen Song wie Substitute kann man covern, aber dann m\u00fcssen zu &#8222;Substitute&#8220; solche Shouts kommen, dass mir meine Segelohren glatt geb\u00fcgelt werden. Und einen Song wie den Faith Healer zu covern, grenzt fast an Majest\u00e4tsbeleidigung. F\u00fcr junge Saxon Fans, die keine Songs vor 2000 kennen, mag das ein Fest sein. Die Songs waren, zu ihrer Zeit, allesamt Hits und so schlimm hat Saxon die auch nicht verunstaltet. Und sicher, wenn man die Saxon-Version zuerst h\u00f6rt, und das Original sp\u00e4ter, dann mag das nicht ganz so schlimm sein. Aber wirklich empfehlen kann ich das Teil nicht. Aus alter Verbundenheit: 10 Punkte.<\/p>\n<p>Overkill-Scorched: Mehrfacher Testsieger! Aber Thrash bleibt Thrash. Wenn ich richtig schlecht gelaunt bin, dann geht das. 10 Punkte.<\/p>\n<p>Pop Evil &#8211; Skeletons: Nu Metal wie Papa Roach, aber auch nicht der Bringer. 10 Punkte.<\/p>\n<p>Metallica &#8211; 72 Seasons: Mit dem schwarzen Album hat Metallica den Wandel vom Thrash zum Heavy Metal vollzogen. Die old school Fans werden das nie verzeihen. Die neuen Fans erwartet das beste Heavy Metal Album von Metallica seit dem schwarzen Album. James Hetfields Stimme ist wie immer unverwechselbar. Der Druck der Scheibe passt.\u00a0 14 Punkte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine deutsche Band! Und die zeigt dem Rest der Progwelt, wo der Baddel den Moscht holt. Ein kleiner Mangel vorab: Auch wenn Michael Keuter ein Ausnahmes\u00e4nger ist, h\u00e4tte ich ihn an manchen Stellen ein bisschen heruntergemischt, damit die Instrumente besser zur Geltung kommen. 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