{"id":2367,"date":"2025-12-01T23:25:31","date_gmt":"2025-12-01T22:25:31","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=2367"},"modified":"2025-12-01T23:25:31","modified_gmt":"2025-12-01T22:25:31","slug":"cd-des-monats-dezember-2025-wings-of-steel-winds-of-time","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=2367","title":{"rendered":"CD des Monats Dezember 2025: Wings Of Steel &#8211; Winds Of Time"},"content":{"rendered":"<p>Wings Of Steel &#8211; Winds Of Time: Die erste Scheibe von den US-Amerikanern brach 2023 \u00fcber uns Progmetaller herein, wie ein Starkregen auf einen Ameisenh\u00fcgel. Jeder Regentropfen war wie ein Faustschlag mitten in die Mund :-). Der Nachk\u00f6mmling w\u00fcrde es nicht einfach haben. Und da ist er. Und selbstbewusst sind die Jungs noch dazu. Einen 10 Min\u00fcter als Opener kann man eigentlich nicht machen. Doch man kann. Da machen Dream Theater gro\u00dfe Augen. Der Opener Winds Of Time hat alles, was eine gro\u00dfe Progmetalhymne braucht. Gnadenlose Power, Tempiwechsel und einen John Bonham Drummer der Superlative. Und dabei ist der Schlagzeuger noch nicht einmal das Beste. Und selbst der S\u00e4nger, der an manchen Stellen an den unvergessenen Midnight erinnert, wird noch getoppt von einem jungen Yngwie an der Streitaxt. Genug gelobhudelt, denn besser wird es auf der Scheibe nicht mehr, was nicht hei\u00dfen soll, dass der Rest schlecht w\u00e4re.<\/p>\n<p>Immerhin gibt es da unseren Topsong We Rise und den Topsonganw\u00e4rter Burning Sands aus unseren Charts. Die Powerballade Crying hat ebenso Hitpotential wie der Stampfer Lights Go Out. Sp\u00e4testens nach dem dritten Durchgang hat jeder Song gez\u00fcndet, sogar der Outener Flight Of The Eagle, der anfangs balladesk (etwas langweilig) daher kommt, gegen Ende aber nochmals gut Bratfett abliefert. Ist das die CD des Jahres 2025? Das werden wir bald wissen.<\/p>\n<p>Jetzt bin ich mit dieser Scheibe in einem echten Dilemma. Mit 17 Punkten ist es unser neuestes Topalbum. Da der aus meiner Sicht etwas bessere Erstling noch nicht als Topalbum gelistet ist, muss ich jetzt mal in die Puschen kommen und eine Nachlese schreiben.\u00a0 \ud83d\ude42 R\u00fcdiger<\/p>\n<p>Und was gab es noch:<\/p>\n<p>Mammoth &#8211; The End: Andere Plattformen sind begeistert. Aber warum? Okay, gro\u00dfen Respekt davor, dass Eddies Sohn, Wolfgang van Halen, alle Instrumente selbst eingespielt und noch dazu gesungen hat, wahrscheinlich hat er auch die Songs selbst geschrieben. Was wie ein Vorteil aussieht, geht aber nach meiner Ansicht nach hinten los. Was haben fr\u00fcher alle Schreiberlinge \u00fcber die m\u00e4\u00dfigen Sangesk\u00fcnste von David Lee Roth gel\u00e4stert, aber eins hatte der gute Dave, eine Stimme mit hohem Wiedererkennungswert. Das hat Wolfgang leider nicht. Aber das ist noch nicht das Schlimmste. Die Songs sind sowas von belanglos. Hochpoetische Texte wie I Really Wanna (fuck with you) -das singt er tats\u00e4chlich- wechseln sich ab mit Langweilern wie All In Good Time. Aber das scheint ihm selbst aufgefallen zu sein, weshalb er den Song &#8222;The End&#8220; auf Platz 2 der Playliste gesetzt hat.\u00a0 Und der ist wirklich h\u00f6renswert, weil er beim Gitarrenspiel so nach Eddie klingt. Aber ganz ehrlich, jetzt lehnt euch alle mal zur\u00fcck, und gebt euch mal wieder Hot For Teacher. So etwas findet ihr auf der Scheibe noch nicht einmal im Ansatz. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Steve Morse Band -Triangulation: Instrumental! Dann doch lieber die ersten Scheiben von Vinnie Moore. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Cea Serin &#8211; The World Outside: Wunderbare Pianoparts treffen feinsten Progmetal in Vollendung. Manchmal gibt es beim Gesang &#8222;Children Of Bodom&#8220; in einer Lightversion. Zugegeben, das mag f\u00fcr Traditionalisten grenzwertig sein, aber was dachten Traditionalisten 1970 beim H\u00f6ren von Gillans Schreien? 6 Songs und keiner davon unter 10 Minuten. Das m\u00fcsste doch genau mein Jagdrevier sein. Und ja, das ist es. Diese Pianoparts erzeugen eine Melancholie, die durch den Progmetal eine einzigartige Melange ergeben. Ich kann jeden verstehen, der von dieser Scheibe nur noch begeistert ist. Und auch hier wieder der Hinweis an Dream Theater: So geht moderner Progmetal.<\/p>\n<p>Und es ist wirklich alles dabei, was das Progherz begehrt. Vielleicht wird ein bisschen zuviel geweint, aber das sind vielleicht Freudentr\u00e4nen, ob des tollen Albums. Leider sind meine zwei Mitstreiter weniger begeistert, weshalb es nur 16 Punkte gibt. Wenn es nach mir gegangen w\u00e4re, dann h\u00e4tte ich die 20 Punkte ausgepackt und die Scheibe zum Metal Album des Jahres proklamiert. Jeder Dream Theater-Fan sollte unbedingt reinh\u00f6ren, aber nicht nebenbei zum Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p>Testament &#8211; Para Bellum: Album Nr. 13 in 38 Jahren und die meisten habe ich geh\u00f6rt. Richtig warm geworden bin ich mit diesem Thrash Metal allerdings nie. Es wird wie immer ordentlich gekn\u00fcppelt. Mit Meant To Be gibt es auch ein fast balladeskes St\u00fcck, das ich als Anspieltipp empfehlen kann. 13 Punkte.<\/p>\n<p>Them &#8211; PSYCHEDELIC ENIGMA: Noch ne Runde Thrash Gekn\u00fcppel. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich meins. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Hammer King &#8211; Make Metal Royal Again: Powermetal in Richtung Hammerfall und Powerwolf. Den Titelsong kann man mal antesten. Irgendwie alles schon einmal geh\u00f6rt. Aber live kommt das bestimmt klasse. 12 Punkte.<\/p>\n<p>Pavlov&#8217;s Dog &#8211; Wonderlust: Wie oft haben wir Progger in den Siebzigern die Pampered Menial geh\u00f6rt und da bevorzugt Song Dance? Teach me a song and I dance for you&#8230;&#8230;Die Zeiten sind leider vorbei. David Surkamps Stimme ist zwar nach wie vor pr\u00e4sent, die H\u00f6hen meidet er aber. Und proggy ist das nicht mehr. Eher Midtempo bis balladesk und fast schon langweilig. Mein Skipfinger juckt. Aus alter Verbundenheit 12 Punkte.<\/p>\n<p>RONNIE ROMERO &#8211; BACKBONE: Dio und Romero haben nicht nur den Vornamen gemeinsam. Neben dem \u00e4hnlichen Werdegang ist es besonders die \u00e4hnliche, ausdrucksstarke Stimme. Und da w\u00e4re noch die Meinung von Beiden, dass man als S\u00e4nger eine erfolgreiche Solokarriere starten kann. Und das ist aus meiner Sicht dem Dio besser gelungen. Das Material auf der neuen Scheibe von Romero ist durchaus nicht schlecht, aber da bleibt nichts h\u00e4ngen, und man findet auch nichts, was Dio nicht schon besser gemacht h\u00e4tte. H\u00f6hepunkte fehlen komplett. Dio Fans sollten trotzdem reinh\u00f6ren. Black Dog ist durchaus h\u00f6renswert. 13 Punkte.<\/p>\n<p>Cheap Trick &#8211; All washed Up: \u00dcber Cheap Trick haben wir Progger doch schon in den Siebzigern gel\u00e4stert. Ein Schnelltest von 5 Minuten war da aus meiner Sicht durchaus ausreichend, wenn nicht ein bekanntes Hard Rock Magazin die Scheibe zum Monatssieger erkl\u00e4rt h\u00e4tte. Potzblitz, so sehr k\u00f6nnen sich 100 Fliegen doch nicht irren. Also nahm ich mir die Scheibe nochmals vor. Aber der erste Eindruck hat sich nur verst\u00e4rkt. 1000 mal geh\u00f6rt und sooooo langweilig. Und dabei gab es in dem Monat richtig gute Scheiben. 10 Punkte.<\/p>\n<p>Danko Jones &#8211; Leo Rising: Ich w\u00fcrde l\u00fcgen, wenn ich schreiben w\u00fcrde, dass ich Songs von Danko Jones generell nicht mag. Diese Art von Pop Metal hat durchaus einen gewissen Reiz und hinzu kommt, dass Danko eine unverwechselbare Stimme hat. Aber sorry, die neue Scheibe gl\u00e4nzt mit Wiederholungen. Es ist auch egal, welchen Song man von der neuen Scheibe anklickt, einen gro\u00dfen Unterschied gibt es da nicht. 11 Punkte.<\/p>\n<p>Lynch Mob &#8211; Dancing With The Devil: Einst war George Lynch einer meiner Melodic Metal-Helden, weil er bei Dokken die Axt schwang. Die Trennung vor Jahren hat beiden nicht gut getan. Und so bietet auch das neue Album nur Durchschnittsware. Auch hier aus alter Verbundenheit 12 Punkte.<\/p>\n<p>Kadavar &#8211; Kids Abandoning&#8230;..: Die dritte sehr gute Scheibe in diesem Monat. W\u00e4hrend das Anfang des Jahres zum Monatssieg gereicht h\u00e4tte, reicht es diesen Monat nicht. Dieser Hardrock mit fuzzy Einlagen gef\u00e4llt vor allem durch sein abwechslungsreiches Songwriting. Anspieltipp: Lies. 15 fette Punkte.<\/p>\n<p>R\u00fcdiger Gl\u00fcck, Progger der ersten Stunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wings Of Steel &#8211; Winds Of Time: Die erste Scheibe von den US-Amerikanern brach 2023 \u00fcber uns Progmetaller herein, wie ein Starkregen auf einen Ameisenh\u00fcgel. Jeder Regentropfen war wie ein Faustschlag mitten in die Mund :-). Der Nachk\u00f6mmling w\u00fcrde es nicht einfach haben. Und da ist er. Und selbstbewusst sind die Jungs noch dazu. 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