{"id":2511,"date":"2026-05-31T19:50:00","date_gmt":"2026-05-31T17:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=2511"},"modified":"2026-05-31T19:50:00","modified_gmt":"2026-05-31T17:50:00","slug":"cd-des-monats-juni-2026-geoff-tate-operation-mindcrime-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=2511","title":{"rendered":"CD des Monats Juni 2026: Geoff Tate &#8211; Operation: Mindcrime III:"},"content":{"rendered":"<p>Geoff Tate &#8211; Operation: Mindcrime III:<\/p>\n<p>Nur wo Geoff Tate drauf steht, kann auch Geoff Tate drin sein. Und auch wenn seine Stimme in den letzten 40 Jahren etwas verloren hat, so ist das immer noch unverkennbar Geoff Tate. Und das Werk hier klingt mehr nach Queensryche als jedes Queensryche-Werk in den letzten 30 Jahren mitsamt dem missratenen Mindcrime II-Album. Aber macht sich Geoff mit der Neuauflage einen Gefallen? Ich meine ja! Die Magie aus alten Tagen ist wieder da. Nat\u00fcrlich nicht in Anbetracht des absoluten Klassikers, den die Operation Mindcrime nun mal ist. Und man darf auch nicht vergessen, dass Chris de Garmo als Mastermind fehlt.<\/p>\n<p>Aber die Scheibe hat Ecken und Kanten. Und besonders gef\u00e4llt mir die Selbsterkenntnis von Geoff in dem Titel A Monster Like Me. Lol. You Know My Fucking Name geht als Opener gleich richtig los und live werden seine Fans entgegenrufen: yes Geoff, we know your fucking name. The Answer macht dort weiter, wo Fucking Name aufh\u00f6rt. Wunderbare Gesangslinien. Und man nimmt ihm auch ab, dass das The Answer ist. Hits wie Eyes Of A Stranger, Spreading The Disease oder Revolution Calling sollte man nicht erwarten. Die Gitarrenarbeit auf I&#8217;ll Eat Your Heart Out ist aber so stark, dass sie auch von Chris de Garmo stammen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Das Zwiegespr\u00e4ch &#8222;Kill Mary &#8211; She&#8217;s A Risk&#8220; gegen Ende, als Reminiszenz an das Original,\u00a0 h\u00e4tte aber nachfolgend einen Killer wie The Needle Lies gebraucht. Nichtsdestotrotz ist das ein kompaktes, originelles und proggiges Werk abseits des Mainstreams. Chapeau Geoff, das h\u00e4tte ich nie erwartet. 16 Punkte (von 20) und damit neuestes Topalbum auf unserer Plattform.<\/p>\n<p>Und was gab es noch:<\/p>\n<p>Elegant Weapons &#8211; Evolution: Priest Gitarrist Faulkner und Ronnie Romero bringen die n\u00e4chste Scheibe raus. Und was wird da wohl drauf sein? Melodic Metal nat\u00fcrlich. Eine starke Scheibe, aber mir fehlen die Sahneh\u00e4ubchen. Probierts mit Shooting Shadows. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Hardline &#8211; Shout: Schl\u00e4gt in die gleiche Kerbe wie die Elegant Weapons, allerdings ein bi\u00dfchen softer. Und softer gibt Punktabzug. Anspieltipp Rise Up.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a013 Punkte.<\/p>\n<p>Social Distortion &#8211; Born To Kill: Die Heldentaten aus fr\u00fcheren Tagen wie die White Light oder die Neunziger-Scheibe, lassen immer wieder Hoffnung auf ein neues Meisterwerk aufkeimen. Und ich habe auch eine kleine Schw\u00e4che f\u00fcr die Band. Gem\u00e4\u00dfigter Punkrock. Aber insgesamt ist das doch zu wenig. Der Opener w\u00e4re mein Anspieltipp. Crazy Dreamer geht mal gar nicht. 13 Punkte.<\/p>\n<p>The Quill &#8211; Master Of The Skies: Von Pepper mit einem Chartsong geadelt (Dark City), versucht das neue Album an das Vorg\u00e4ngeralbum Wheel Of Illusion ranzukommen, was aber nicht gelingt. M\u00e4chtige Sabbath-Riffs mit etwas Ozzy in der Stimme sind zwar starke Zutaten, aber irgendwie schlafen mir nicht nur bei Son Of Light die K\u00e4sf\u00fc\u00dfe ein. Neben dem Opener gefallen noch Dark City oder Light Turns Low. Trotz der Schw\u00e4chen sind 14 Punkte drin.<\/p>\n<p>Lovebites &#8211; Outstanding Power: Nochmals Melodic Metal, aber leider der dritten Art. Wenn ich sowas h\u00f6re, wei\u00df ich wieder ganz genau, warum ich Frauengesang nicht mag. Aber die Gitarre ist gar nicht so schlecht. Anspieltipps leider Fehlanzeige. 9 Punkte.<\/p>\n<p>Black Lung &#8211; Forever Beyond: Psychedelic und Stoner, alles Zutaten, die ich mag. Aber irgendwie will das nicht z\u00fcnden. Vielleicht am ehesten noch Death &amp; Co., das ich mal n\u00e4chstens in den Charts platzieren werde. Oder auch Border Hoarder. 12 Punkte.<\/p>\n<p>CROWN LANDS &#8211; Apocalypse: Wenn ich b\u00f6se w\u00e4re, w\u00fcrde ich schreiben, dass das nach Zeppelin f\u00fcr Arme klingt. F\u00fcr meinen Geschmack ist das Songwriting verbesserungsf\u00e4hig. Pepper hat f\u00fcr die letzten Monatscharts einmal mehr den besten Song ausgesucht. Leider hatte ich mehr erwartet. Starke 15 Punkte trotzdem.<\/p>\n<p>Armored Saint &#8211; Emotion Factory Reset: Von Armored Saint ist niemals etwas anderes zu erwarten. Purer Heavy Metal. An die Symbol Of Salvation werden die Jungs zwar nie mehr rankommen, f\u00fcr gute Alben wie jetzt wird es trotzdem reichen. Tipp: Close To The Bone. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Echo Verse &#8211; Fall Towards The Sky: Nimm Pink Floyd und Dream Theater und r\u00fchre rum. Mit etwas Gl\u00fcck kommen dann Kompositionen wie The Serpent &amp; The Schism raus. Leider nicht immer. Im Chorus klingt das tats\u00e4chlich nach America (Softrocker). 15 fette Punkte.<\/p>\n<p>Shinedown &#8211; Ei8ht: F\u00fcr die Langweiler unter euch. F\u00fcr die, die seit 60 Jahren auf eine neue Scheibe von den Beatles warten. Zeitverschwendung. 8 Punkte.<\/p>\n<p>Elder &#8211; Through Zero: Irgendwo Progmetal zwischen Dream Theater und Yes. Anspieltipp: Through Zero. Aber mir fehlen die Kanten. 13 Punkte.<\/p>\n<p>Gus G. &#8211; Steelburner: Zu Gus G. muss man nicht viel schreiben. Ein begnadeter Gitarrist. In Dancing With Death \u00fcbernimmt Matt Barlow das Mic (Iced Earth) und der ist immer noch eine Naturgewalt. Und What If sowie Confession sind richtig starke Instrumentals, die ein Tony MacAlpine in seinen glorreichen Zeiten auch nicht besser gemacht h\u00e4tte. Der Stamms\u00e4nger Ronnie Romero ist l\u00e4ngst auch eine feste Gr\u00f6\u00dfe im Metal-Firmament. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Crimson Roots &#8211; Open Roads: Die Wurzeln liegen in den glorreichen Siebzigern. Bluesige Nummern erinnern an Chicken Shack mit Christine Perfect. Gute Laune-Scheibe, die einen nicht \u00fcberfordert. Massenkompatibel im positiven Sinn. 14 Punkte.<\/p>\n<p>Bismut &#8211; Matsutake: Fr\u00fcher, als noch alles besser war. h\u00e4tte der Meinereiner bei diesem Werk gejubelt vor Freude. Wie auch immer bevorzuge ich heute durchaus Gesang, zumindest als stilbildendes Instrument. Gleichwohl ist das schon klasse, was die Holl\u00e4nder hier abliefern. Dazu kommt eine Superproduktion. Wir haben ein Soundgewitter aus Stoner, Jazzrock und Psychedelic. \u00c4hnlich h\u00f6re ich das, bei reduzierter Intensit\u00e4t, bei meinen Lieblingsstonern von Colour Haze. Ein Album, in das man aber \u00f6fter eintauchen muss. 15 Punkte.<\/p>\n<p>Vorfreude auf All Them Witches! Wohl schon ungeh\u00f6rt n\u00e4chste CD des Monats. \ud83d\ude42 R\u00fcdiger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geoff Tate &#8211; Operation: Mindcrime III: Nur wo Geoff Tate drauf steht, kann auch Geoff Tate drin sein. Und auch wenn seine Stimme in den letzten 40 Jahren etwas verloren hat, so ist das immer noch unverkennbar Geoff Tate. 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