{"id":991,"date":"2022-03-31T09:06:33","date_gmt":"2022-03-31T07:06:33","guid":{"rendered":"https:\/\/prognrock.de\/?p=991"},"modified":"2022-04-04T11:22:43","modified_gmt":"2022-04-04T09:22:43","slug":"cd-des-monats-april-2022-ghost-impera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/prognrock.de\/?p=991","title":{"rendered":"CD des Monats April 2022: Ghost &#8211; Impera"},"content":{"rendered":"<p>Ihr kennt das Gef\u00fchl, wenn man nach den ersten T\u00f6nen die Lauscher stellt, sich das Herz \u00f6ffnet und man den Song am Ende f\u00fcr immer ins Herz geschlossen hat? Call me little Sunshine hat das geschafft. Basta. Aber das Album auf diesen Song zu reduzieren w\u00e4re unfair. Impera schafft auf wunderbare Weise den f\u00fcr unm\u00f6glich geglaubten Crossover von\u00a0 AOR und Prog. Daf\u00fcr sprechen auch die Alben-Verkaufscharts, die Impera m\u00fchelos erklommen hat. Prog-Fans werden deshalb ver\u00e4chtlich die Nase r\u00fcmpfen. Aber war Paranoid schlecht, weil es ein Nummer 1 Hit war? Oder, der Inbegriff des Prog, war Whole Lotta Love schlecht, weil es ein Nummer 1 Hit war?<\/p>\n<p>Zugegeben, manchmal klingt das sehr nach Bon Jovi (Spillways), was ja aber nicht schlecht sein muss. Oder Van Halen. Auf Griftwood wurde das geniale &#8222;Aint talkin bout love&#8220;-Intro wunderbar aufgegriffen und l\u00f6st bei mir sofort den Griff zu meiner Luftgitarre aus. Au\u00dferdem wird in diesem Song gleich mehrfach die Antwort nach der besten Band beantwortet: Yes. \ud83d\ude42 Pepper, cool bleiben, ist ein Scherz.<\/p>\n<p>Die Instrumentals wie Imperium, Dominion und Bite of Passage h\u00e4tte man sich allerdings sparen k\u00f6nnen. Ein &#8222;Embryo&#8220; von Black Sabbath ist da nicht dabei.<\/p>\n<p>Die Powerballaden -mehr Power als Balladen- Respite on the Spitalfields und Darkness at the Heart of my Love sind einfach nur sch\u00f6n. Aber bitte keine Kuschel-Schmachtfetzen erwarten. Die Geister bleiben auch hier ihrer Linie treu und vergessen den Prog nicht.<\/p>\n<p>Kaisarion zeigt, was f\u00fcr ein Klasse-Gitarrist hier die Axt schwingt. Etwas erinnert der Song in seiner Leichtigkeit an In the heat of the moment. Aber wichtig sind hier weniger die g\u00e4ngigen Melodielinien, sondern die Frickeleien zwischen den Zeilen, die einem Herrn Malmsteen\u00a0 auch gefallen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Und volles Risiko gehen Ghost mit Twenties. Der Song muss einem nicht gefallen (explizit lyrics, zwinker), aber mehr Wiedererkennungswert gibt es nicht. Im Zeitalter von CDs, in denen im Prinzip zehnmal ein Song wiederholt wird, ist das ein Highlight der besonderen Art. Und so richtig wei\u00df ich selbst nach dem x-ten H\u00f6ren noch nicht, ob ich den Klasse finde. Den w\u00fcrde ich am ehesten Pain of Salvation zuordnen. Daniel Gildenl\u00f6w l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. Und nicht nur Daniel, auch Yngwie und Ghost, alles alte Schweden. Alter Schwede!<\/p>\n<p>Watcher in the Sky (da hoffte ich auf ein Cover des Gabriel-Genesis-Hits, aber der hei\u00dft ja auch Watcher of the Skies) und Hunter&#8217;s Moon sind starke Rockers mit starken Riffs. Das Eingangsriff von Watcher in the Sky kenne ich auch irgendwo her. Aber, ist doch egal, es ist klasse.<\/p>\n<p>Impera ist ein abwechslungsreiches Album nicht nur f\u00fcr AOR-J\u00fcnger. Van Halen und Bon Jovi waren die Helden von gestern, heute sind Ghost die Heroes. Und wenn Ghost es schaffen, den Prog salonf\u00e4hig zu machen, dann k\u00f6nnen wir uns auf viele sch\u00f6ne Alben in der Zukunft freuen. Pepper gibt 15 Punkte,\u00a0 ich ziehe die 16 und veredle damit das Album zu unserem j\u00fcngsten Topalbum.<\/p>\n<p>Damit die Iron Maiden-Fraktion nicht ganz unzufrieden ist, gibt es mit dem Debut von Stray Gods (Anspieltipp:The Seventh Day) und der neuen Scheibe von Sanhedrin (Anspieltipp: Correction) gleich zwei empfehlenswerte Langrillen, die einem das Hirn rausblasen. Viel Spass R\u00fcdiger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr kennt das Gef\u00fchl, wenn man nach den ersten T\u00f6nen die Lauscher stellt, sich das Herz \u00f6ffnet und man den Song am Ende f\u00fcr immer ins Herz geschlossen hat? Call me little Sunshine hat das geschafft. Basta. Aber das Album auf diesen Song zu reduzieren w\u00e4re unfair. Impera schafft auf wunderbare Weise den f\u00fcr unm\u00f6glich&hellip; <a href=\"https:\/\/prognrock.de\/?p=991\" class=\"read-more\">Continue reading CD des Monats April 2022: Ghost &#8211; Impera<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-991","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cd-des-monats"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/991","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=991"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/991\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1011,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/991\/revisions\/1011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=991"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=991"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/prognrock.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=991"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}