CD des Monats Januar 2026: Chasing Demons – Echoes From the Past
Chasing Demons – Echoes From The Past: Bei Norwegern denkt man zuerst an süße Trolle. Dabei machen die Nordlichter auch vorzüglichen melodischen Metal, der durchaus mit den Größen aus Nwobhm mithalten kann. Bereits das Artwork zeigt, mit was wir es hier zu tun haben. Das freundliche Wesen auf der Frontseite scheint mit Kult-Eddie verwandt zu sein. Der Opener Fly Into The Clouds ist ein Headbanger allererster Güte. Der Titelsong und Some Kind Of Madness rocken auch noch klasse. Leider kann die Qualität im Folgenden nicht ganz gehalten werden und gegen Ende der Scheibe ist der Dampf des Openers verflogen. Allerdings ist das ein starkes Debutalbum, das sicher mehr als einmal den Weg in den CD-Player finden wird. 15 Punkte
Die finnischen Frozen Land hauen mit ihrem dritten Werk, das sich Icemelter nennt, ihr bislang härtestes Werk raus. Wer Powermetal in Richtung Helloween mag, sollte mal reinhören. Besonders interessant finde ich die klassisch angehauchten Soli im Stile von Yngwie Malmsteen und manchmal klingen die Vox nach euer Ehren Michael Kiske. Anspieltipp ist der Opener The Carrier. 14 Punkte.
ROB MORATTI – SOVEREIGN: AOR! Die drei Buchstaben sollten zur Abschreckung reichen. Stolzeste Vertreter dieses Genres sind Journey und. Bon Jovi. Und ähnlich langweilig geht es hier zu. Don’t Give Up On Love als Anspieltipp. 11 Punkte.
Spock’s Beard – THE ARCHAEOPTIMIST: 14 Alben in 30 Jahren probieren die Yes-Klone in deren Klangwelt vorzudringen. Das ist alles in allem nicht schlecht, manchmal sogar innovativ, aber das Songwriting ist zweitklassig. 12 Punkte.
Afargang – Andvake: Wer eine abwechslungsreiche Scheibe hören möchte, der ist bei Afargang richtig. Doom, Folk, Black Metal und vor allem viel Gefidel. Als Anspieltipp rate ich zu dem eher verdaulichen Leika. Für Melodic-Metaller eher ungeeignet. 14 Punkte.
Reticent – Please: Das soll Progmetal sein. Ich mag Progmetal. Manche Ansätze sind auch nicht schlecht. Aber irgendwie ist der Gesamteindruck eher dissonant und unrund. Anspieltipp vielleicht The Night River. Aber starke Nerven sollte man haben. 12 Punkte.
Orbit Culture – Death Above Life: Ich flüstere nur leise „Death“ und schon rennen unsere Fans weg. Das Geballer ist nur an manchen Stellen erträglich. Orbit Culture-Fans werden die Ballade The Path I Walk hassen, wir Traditionalisten hingegen haben den Song in unsere Charts aufgenommen. Im Umkehrschluss sollten alle Traditionalisten die Finger vom Rest der Scheibe lassen. Wegen der Ballade doch noch 11 Punkte.
Rüdiger Glück, der Checker ohne Furcht vor neuen Sounds 🙂
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