CD des Monats März 2026: Bygone – 2025
Bygone – 2025: Hard Rock/Melodic Metal mit einem Phil Mogg- Imitat am Mic. Und der Gesang macht den Unterschied. Nicht umwerfend, aber hochinteressant. Die Wurzeln liegen klar in den glorreichen Siebzigern, dafür sorgen besonders die Keyboards. Einen Ausfall gibt es auf der Scheibe nicht. Besonders hat mir das etwas härtere Shadow Rising gefallen. Aber auch alle anderen Songs haben ihren Reiz, weil einfach abwechslungsreich musiziert wird. Live werde ich bestimmt dabei sein. 15 Punkte.
Und was gab es noch: Noch nie hatten wir so viele Soundchecksieger von anderen Plattformen in unserem Check.
Course Of Fate – Behind The Eclipse: Düsterer Prog ist für Normalos gleich zweimal schwer verdaulich. Düster würde ja noch gehen, aber Prog ist für viele ein noch größeres Problem. Und eine Mischung schlägt die meisten in die Flucht. Wem die letzte Scheibe von Cea Serin zu hart war, könnte hier fündig werden. Aber anfangs ist das schon etwas sperrig. Der Opener Behind The Eclipse, mit seinen über 10 Minuten, zeigt schon, wo der Baddel den Moscht holt. Und es wird nicht schlechter. 15 Punkte.
Megadeth – 2026: Dave Mustaine verkündet den Abschied. Wer Megadeth bisher mochte, kann bedenkenlos zugreifen. Der gute Dave war nie der beste Sänger, aber, was viel wichtiger ist, die Stimme ist unverwechselbar. Man weiß sofort, wer da ins Mic schreit. Stark. 14 Punkte.
Big Big Train – Woodcut: Manchmal schimmert sogar etwas Prog durch, aber über weite Strecken lahmarschig. Frauengesang inclusive. Wer seine Freude an Spock’s Beard oder den Flower Kings hat, kann mal ein Ohr riskieren. Knapp 12 Punkte.
JBO – Haus Of The Rising Fun: Spass Spass Spass. Mit den Jungs hat man bestimmt nen Riesenspaß. Wer da kein breites Grinsen im Gesicht hat, geht bestimmt zum lachen in den Keller. Beispiel: Cito, wir machen Krach, ist angelehnt an Theo, wir fahrn nach Lodz. Und der macht richtig gute Laune. Wenn ich etwas mutiger wäre, würde ich den in unseren Charts bringen. Da wäre mir aber der letzte Platz sicher. 12 Punkte.
Treat – The Wild Card: Treat gibt es noch. Vor 40 Jahren hatte ich mir deren erste Scheibe gekauft. Darauf hat mir tatsächlich No Room For Strangers gefallen. Aber eine Weiterentwicklung gibt es kaum. AOR der nicht ganz so starken Art. Der erste Song rockt wenigstens noch. Bon Jovi Fans können mal reinhören. 12 Punkte.
Hoaxed – Death Knocks: Noch so ein Soundchecksieger. Frauengesang der unprickelnden Art. Dieser dunkle Metal würde mit einem Mann als Shouter besser klingen. Nochmals knapp 12 Punkte.
Gluecifer – SAME DRUG NEW HIGH: Kickass-Punkmetal! Ich mag Kickass und ich mag -manchmal- Punkmetal, im Gegensatz zu meinen Kollegen. Einfach mal in den Titelsong reinhören und, wenn keine Würgreize auftreten, den Rest ausprobieren. 14 Punkte.
Alter Bridge – 2026: Bei manchen Lobeshymnen zu dieser Scheibe frage ich mich, ob die vom Vertrieb des Labels bezahlt werden. Goldkehlchen Myles Kennedy ist ein Ausnahmesänger; Mark Tremonti ein klasse Gitarrist. Keine Frage! Aber aus meiner Sicht hätte man nach der Blackbird und der One Day Remains keine Scheibe mehr produzieren müssen. Natürlich sind die neuen Songs nicht schlecht. Der Opener kracht ordentlich. Aber mir hapert es am Songwriting. Oder findet hier einer ein Metalingus oder ein Blackbird? Hang By A Thread könnte die Blaupause von Watch Over You sein. Fans der Truppe können bedenkenlos zugreifen. Neueinsteiger greifen besser zu den ersten beiden Scheiben. 13 Punkte.
Alcatrazz – Prior Convictions: Überwiegend älteres Material. Und Bonnet hat mir als Sänger besser gefallen. Das braucht man nicht. 10 Punkte.
The Ruins Of Beverast – Tempelschlaf: Doomiger Black Metal. Für Fans. Das Schlagzeug nervt. 10 Punkte. Immerhin.
MICHAEL MONROE – OUTERSTELLAR: Punkiger Rock mit dem Sexappeal von Billy Idol, und Stones Fans sollten auch mal reinhören. Michael Monroe ist so abwechslungsreich wie selten zuvor. Ähnlich hat Michael das schon in den Achtzigern mit Hanoi Rocks gemacht. Und wenn man schon neue Scheiben rausbringt, dann sollten die so abwechslungsreich wie diese sein. Und wer begeistert ist, der kann in Dearly Departed reinhören, das schon seit Monaten in meinen Chartsanwärtern wartet. 14 Punkte.
Rave In Fire – Square One: Durchschnittlicher Melodic Metal mit Frauengesang. 11 Punkte.
Lovebites – Outstanding Power: Frauen-Powermetal der unnötigen Art. 10 Punkte
Turbo’s Tribunal – Mills Of Tribunal: Melodic Metal mit Prog-Anleihen, der in den glorreichen Achtzigern wurzelt. An die Meilensteine von Queensryche kommt die Scheibe zwar nicht heran, aber, wenn man alles vor der Empire und die Empire vergisst, dann wäre die Mills Of Tribunal schon fast mein Favorit unter den Queensryche-Scheiben. 14 Punkte.
TAILGUNNER – MIDNIGHT BLITZ: Melodic Metal der härteren Gangart. Aber mir fehlt es an Abwechslung und hängen bleibt nach dem ersten Durchlauf, dank Alzheimer, nichts. 14 Punkte.
16 Scheiben im Check hatten wir noch nie.
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