CD des Monats April 2026: Black Lung – Forever Beyond
Leider mit 35 Minuten und sieben Songs relativ kurz geraten, was automatisch zum Punktabzug führt. Fuzzy, psychedelic Stoner – Mucke. Die Songs Death & Co, Scum und Border Hoarder sind wirklich gut gelungen. Aber der Rest ist Durchschnittsware ohne Ecken und Kanten. Mehr als CD des Monats ist leider nicht drin. 14 Punkte.
Und was gab es noch?
Witchfang – Dead Rat City: Düsterer Metal ohne Höhepunkte, aber gut gemacht. 13 Punkte.
Neal Morse Band – L.I.F.T.: Etwas für Soft-Progger, die auch Spock’s Beard oder Flower Kings hören. Relativ langweilig, aber Hurt People hat wenigstens ein bisschen Härtegrad. 11 Punkte.
Black Swan – Paralyzed: Auf anderen Plattformen der Hit, bei uns zwar beste Melodic Metal Scheibe des Monats, aber mit Schwächen bei den Vox. Das ist mir zu glatt. 14 Punkte.
Fer de Lance – Fires On The Mountainside: Epic Metal, nicht von den Manowar-Göttern, aber zumindest der Opener lässt kaum Wünsche offen. 13 Punkte.
Vain Wild – 2026: Flotter Hardrocker in der Schnittstelle zum Melodic Metal. Der Gesang zündet bei mir nicht. 11 Punkte.
PELL AXEL RUDI – Ghost Town: Ferdy Doernberg ist für mich ein begnadeter Songschreiber, besonders zu Walls Of Never-Zeiten, was er aber irgendwie nicht bei Axel einbringen kann. Und bei Axel herrscht Stillstand. Für mich sind die Scheiben zunehmend austauschbar. Das Rezept für die Songs ist oft das Gleiche. Aber warum soll man auch einen bewährten Stil ändern? Songs wie Fool Fool oder Warrior sind leider Mangelware. 12 Punkte.
MORE – DESTRUCTOR: Ich besitze zwar die beiden Scheiben aus den Achtzigern, bin aber mit denen nie wirklich warm geworden. Gediegener Hardrock bis NWoBHM, aber doch eher zweitklassig. Mit der neuen Scheibe haben die alten Sachen nichts zu tun. Hat sich vielleicht irgendwer die Namensrechte gekauft? Die Songs sind nicht schlecht, aber einfach zu wenig. Rocquiem gefällt mir noch am besten und ragt etwas aus der Durchschnittsware heraus. 12 Punkte.
Presto Ballet – Dreamentia: Noch eine dieser angeblichen Progbands, die im Fahrwasser von Neal Morse segeln. Das ist kein Prog. Das ist massenkompatibel glatt gebügelt und mit Synthesizern zugesülzt. In ihren schlimmsten Momenten klingt die Scheibe nach Styx. Gebe ich noch 11 oder doch schon 10 Punkte?
BLUE MOUNTAIN SWE – WHEN HEAVEN FALLS DOWN: When Heaven Comes Down erinnert mich an einen Titel von Dokken, aber das sind die einzigen Gemeinsamkeiten. Das hier ist glatt gebügelter AOR amerikanischer Prägung. 11 Punkte.
The Black Crowes – A Pound Of Feathers: Die Stones treffen die legendären Free – nur in schlechter. 12 Punkte.
Paul Gilbert – WROC: Einer der ganz großen Guitar-Heroes. Mitte der Achtziger hat er mit Racer X Meilensteine produziert, danach mit Mister Big melodiös Kohle gemacht. Ab und zu blitzt auch auf der neuen Scheibe sein Können durch. Trotzdem eher Durchschnittsware. 12 Punkte.
Grain Of Pain – Behind Us All: Was für eine Enttäuschung! Nach Peppers super Chartempfehlung waren die Erwartungen hoch. Leider wegen den Growls eher enttäuschend. Darkmetal der durchschnittlichen Art. 10 Punkte, aber nur wegen To Burn Inside.
Das war ein eher schwacher Monat. Aber es erwarten uns neue Scheiben von Metal Church und -man wage es nicht zu glauben- Crimson Glory. Es kommen also wahrscheinlich auch wieder bessere Zeiten. Kommt gut durch den Monat. Rüdiger
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