CD des Monats September 2026: Lunar Shadow – THE PALL OF A PAST WORLD

Äußerst melodischer Melodic Metal mit wunderbaren Melodien a la Ashbury. Das alles wäre eigentlich ein Garant für ein Topalbum. Leider ist die Stimme des Sängers überfordert. Ray Alder wäre da genau der Richtige. So schade. Aber für die CD des Monats reichts trotzdem. 15 Punkte.

Und was gab es noch:

Argovia – PRIMAL REPETITION: Anfangs fand ich das interessant, bei längerem Hören stellt sich aber Langeweile ein. Irgendwo zwischen Popmetal, Hardrock und Pop. In Crossroads kann man reinhören. Aber für einen Chartplatz reicht das nicht. 12 Punkte.

The Night Eternal – Cold Velvet: Die Fachwelt jubelt, aber wir sind ja auch nicht vom Fach. Popmetal in seiner reinsten Form. In The Veins Of Time kann man reinhören. In den Charts wäre mir einer der letzten Plätze sicher. Aber im Stadion funx das. 12 Punkte.

The Hu – Hun: Unverkennbar die Hu. Who? Die Hu. Aber die Who haben doch keinen Geiger. Die Hu schon. Und irgendwie klingt die Scheibe nach jeder Menge Spaß. Horsemen ist ein guter Anspieltipp. Aber bestimmt kein Winner in den Charts. Knappe 14 Punkte.

NORTH SEA ECHOES – How to Cast A Shadow: Ray Alder singt, Jim Matheos heißt der Saitenhexer. An wen denkt der gediegene Progger bei diesen Namen? Genau, an die Proghelden schlechthin. Aber die Scheibe erscheint nicht grundlos nicht (man genieße die Dreifachverneinung) unter dem Banner von Fates Warning. Verschachtelte Songstrukturen sucht man hier vergebens. Ein Vergleich mit Helene Fischer wäre jetzt böse, aber wer schlaffe Boston mit Eagles in der B-Note mag, kann hier zugreifen. Das ist aber definitiv nichts für unsere Charts. All That Comes After, nach dem soften Zeug, dann doch. Ein Extrapunkt für Fates Warning, ein Extrapunkt für Ray Alder und ein Extrapunkt für Jim Matheos, aber da habe ich mir mit 12 Punkten alles Machbare aus den Rippen gekurbelt.

Restless Spirit – 2026: Guter Stoner Metal mit Schwächen im Songwriting. In Phantom Pain kann man reinhören, aber auch das ist kein Chartbreaker. 13 Punkte.

Tokyo Blade – HOIST THE COLOURS HIGH: NWoBHM der besseren Art. Anspieltipp I Don’t Need No Enemies, aber das Riff kenne ich schon woanders her. Ein Chartbreaker gibt es auch hier nicht. 14 Punkte.

ODDLAND – UNILLUMINATE TO ILLUMINATE: Der Vorgänger Vermilion war nicht nur CD des Monats, sondern sogar Topalbum. Klammheimlich habe ich die aber wieder aus der Topalbenliste entfernt, weil es sich um ein äußerst kompliziertes Werk handelte. Und die neue Scheibe schlägt in die gleiche Kerbe. Wie damals klingt der Sänger im Klargesang etwas nach Greg Lake. Die Songstrukturen sind klasse, aber sicher nicht immer leicht zu konsumieren. Jeder Progger sollte mal ein Ohr riskieren, aber in den Charts gäbe es dafür den letzten Platz. Progmetal wie er kaum besser sein kann. 15 Punkte.

Und im Oktober kennt das Orakel wahrscheinlich den Sieger: The Villagers Of Ioannina City. Tres bien. Kickass Rüdiger

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