CD des Monats Oktober 2026: Jordsjo – PESTKRONIKENE
Schließ die Augen, setz dich in eine Zeitmaschine und beame dich ins Jahr 1973. Manche Freaks sind jetzt beim Pokalendspiel und sehen Günter Netzers Traumtor. Aber hier sind wir auf prognrock und da sind wir 1973 in der Canterbury Scene rund um Caravan, aber auch bei Camel oder Wishbone Ash. Und der Song Seven Heads hat so viel Gentle Giant im Blut, wie noch nicht einmal Gentle Giant ab der Interview 1976 hatte, und das ist 50 Jahre her. Die Flöte erinnert an Peter Gabriel zu Genesis-Zeiten oder auch an Thijs van Leer von Focus. Manchmal glaubt man beim Gesang Peter Hammill/van der Graaf zu hören. Glorreicher siebziger Prog, der im neuzeitlichen Gewand besonders nach Hällas klingt. Jeder der 8 Songs hat seine Eigenheiten. So war das früher. Früher war eben doch alles besser. 16 von 20 Punkten.
Und was gab es noch:
Airbourne – 2026: Airbourne waren schon immer das beste AC/DC-Plagiat. Die Riffs kommen einem so bekannt vor. Anspieltipp Christmas Bonus, für die Charts reicht das aber nicht. 14 Punkte.
Kamelot – Dark Asylum: Symphonic Melodic Metal ohne Ecken und Kanten und das ist genau das Problem. Da fräst sich nichts im Gehirn ein. Aber Kamelot-Fans werden zufrieden sein. Anspieltipp One Last Masquerade, für die Charts reicht das nicht. 13 Punkte.
Mastodon – Marrow Deep: Der Vorgänger war bei uns CD des Monats. Das schafft dieser Output nicht. Anspieltipp Into The Ruins, für die Charts reicht das nicht. 13 Punkte.
Flotsam & Jetsam – RATS IN THE TEMPLE: Thrash- Powermetal der schnelleren Art. Anspieltipp Rats In The Temple, für die Charts reicht das nicht. 12 Punkte.
Kal-El – ASTRAL VOYAGER VOL 1: Stoner- Psychedelic Metal mit poppiger B-Note. Anspieltipp Dilithium, für die Charts reicht das nicht. 12 Punkte.
Stay Dead – BENEATH THE WEIGHT OF WORLDS: Doomiger Sludge Metal, der sich da durch die Lautsprecher schleppt. Anspieltipp Empty Pages, für die Charts reicht das nicht. 12 Punkte.
Hansen Kai – Born With A Hammer: Das Helloween/Gamma Ray Mastermind hat auch eine neue Scheibe im Gepäck. Anspieltipps sind besonders Feeding The Beast, aber auch Invaders oder Triple Trouble. Allerdings sind auch ein paar Nieten dabei. Für die Charts eher nichts. 13 Punkte.
Arthur Brown – Nature: Also, ich kenne Leute, die sich nicht mehr waschen, wenn Arthur Brown sie berührt hat. Aber sicher nicht wegen des neuen Outputs. Dabei ist der Opener ganz nett und auch mein Anspieltipp. Der Rest ist mir aber zu schnarchig. 10 Punkte.
Green Lung – Necropolitan: Sabbathsche Riffs mit punkiger Attitude. Mit solchen Songs schafft man locker den letzten Platz in unseren Charts. Die Uriah Heep-Hammond weiß aber zu gefallen. 11 Punkte.
Kickass lässt grüßen.
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