CD des Monats November 2026: Villagers Of Loannina City – Venceremos
Die letzte Scheibe von den „Einwohnern…..“ ist bei uns sogar zum Topalbum gekürt worden. Dazu reicht es beim neuen Album Venceremos (noch) nicht. Der Stil ist zum Vorgänger gleich geblieben. Man nehme etwas Stoner, Prog, Metal und Siebziger und schon ist die neue Scheibe fertig. Wie bei jeder CD des Monats mit Topalbumambitionen, kann man jeden Song der Scheibe als Anspieltipp verwenden. Ich mag das rockigere Here And Now am meisten, weil es kuschelweich beginnt und das Riff dann gnadenlos zuschlägt. Ich bin gespannt, wie sich der Song in den Charts macht. Trotz der teilweise düsteren Texte, hat die Musik eine helle, positive Grundstimmung. 15 fette Punkte von 20.
Und was gab es noch?
TYGERS OF PAN TANG – Electrifyed: Jo, die gibt es auch noch. Vor 40 Jahren hätte ich vielleicht gejubelt. Zurück zu den Wurzeln! Nur leider sind die Wurzeln heute alt. Das ist nicht gleichbedeutend mit schlecht, aber tendenziell gehts in Richtung langweilig. Duchschnittliche Hardrock/NWoBHM-Songs. Anspieltipp der Opener mit keiner Chance auf die Charts. 11 Punkte.
Stryper – Throne Of Thorns: Auch die gibt es noch! In unserer Topsongliste haben wir mit Fallen und Against The Law sogar zwei Songs. Aber das alte Problem: der Sänger ist zwar unverkennbar, aber man muss den schon mögen. Stryper schaffen es sogar, im Alter besser zu klingen, als vor 40 Jahren. Anspieltipp, der letzte Song, Shadowbreaker, aber auch der schafft die Charts nicht, obwohl er schön rockt. 12 Punkte.
WALL OF SLEEP – Monolith: Nachdem Pepper mit Life Lies Low einen Volltreffer gelandet hat, hatte der neue Output eine hohe Messlatte zu bewältigen. Leider hat er das nicht geschafft. Der Doom-Metal ist zwar durchaus hörenswert, aber Chartqualitäten hat er nicht. Als Anspieltipp am ehesten noch Abyss mit einem interessanten Riff. 12 Punkte.
Valley Of The Sun – THE BLACKLIGHT SESSIONS: Stoner mit Doom und Siebziger Attitude. Genau meine Mucke, würde man meinen. Aber mir fehlt mindestens ein Übersong wie Icon, Awaken oder Supper’s Ready. No Hope als Anspieltipp, aber auch hier (knapp) nichts für die Charts. 14 Punkte.
Mr. Bison – THE GARDEN OF FORGOTTEN DREAMS: Ruhiger, psychedelischer Metal, den sich Siebziger Kinder durchaus auch mit einem Joint reinziehen können. Aber auch hier fehlt der Übersong. Astray als Anspieltipp, der das Zeug zum Chartanwärter hat. 15 Punkte.
Europe – COME THIS MADNESS: Bisherige Fans und Final Countdown-Liebhaber können bedenkenlos zugreifen. Nur selten kommt „The Beast“ durch. Dafür gibt es ein zweites Carrie. John Norum ist ein Ausnahmegitarrist und das merkt man auch….manchmal. Prog sucht man vergeblich. Für mich eine typische Durchschnittsmucke. Anspieltipp ist der Opener, aber da ist nichts, was unsere Charts erobern könnte. 12 Punkte.
Phideaux – AUTOMOTO ANIMUS: Die elfte Scheibe einer Band, von der sich noch nie ein Song in meinem Hirnkasten einbrennen konnte. Supertramp-Fans könnten da reinhören. Anspieltipp, mit viel goodwill, wäre Legend Of Mary Joe, aber mich würde schon wundern, wenn Peppers Vorschlag unsere Charts erobern könnte. 10 Punkte.
THESE WICKED RIVERS – Fire And Folklore: Das klingt wie Lynyrd Skynyrd mit mehr PS. Diese Art von Musik schien mir ausgestorben. Für mich die Überraschung des Monats und ich kann jeden verstehen, der mich rügt, dass dieses Album nicht CD des Monats geworden ist. Anspieltipp ist Ain’t No Smoke, der irgendwann auch in den Charts starten wird. 15 fette Punkte.
The Spacelords – URANUS OMNIBUS SANCTUS: Eigentlich sind ja Hawkwind die Spacelords, Spacekings und Spacegods schlechthin. Aber hier spaced es fast noch mehr. Das kommt vom fehlenden Sänger. Ohne Sänger geht das psychedelic/stonig in Richtung Colour Haze. Absolut hörenswert, ohne dass etwas im Hirnkasten Spuren hinterlässt. Anspieltipp: Alles. Charts? Eher weniger. 14 Punkte.
Einherjer – LIFEBLOOD: Raus die Schwerter und auf in den Kampf. Wer kann besser Viking-Metal als die Norweger, headbangen und Luftgitarre inclusive?Ein hörenswertes Album mit dem Charteinsteiger des letzten Monats. Gone ist ein Highlight. 14 Punkte.
IOMMI TONY – From The Dark: Der Riff-Valdelord aller Zeiten will nicht aufhören, und das ist auch gut so. Mit Jorn Lande ist er auch beim Dio-Ersatz fündig geworden und es ist eine durchschnittliche Heaven & Hell Kopie rausgekommen. Aber eine durchschnittliche Heaven & Hell Kopie ist immer noch um Längen besser als die Outputs vieler duchschnittlicher Bands. Ganz wichtig! Die Scheibe scheint es mit 8 und mit 10 Songs zu geben. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass Deified enthalten ist. Das ist nicht nur unser Anspieltipp, sondern wird auch bestimmt irgendwann in den Charts starten. Auch der Opener Over The Violent Sun weiß mit einem tollen Riff zu begeistern. Aber leider gibt es einige durchschnittliche Songs und es gibt weder ein zweites Heaven & Hell noch ein Children Of The Grave, Sabbath Bloody Sabbath oder Symptom Of The Universe. Schnelligkeit ist nämlich nicht das Ding dieser Scheibe. Doomige 14 Punkte.
Eine Menge gutes Material. Viel Spaß dabei. Kickass Rüdiger
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